Metropolregion? Früher nannte man das Kurpfalz!

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Kampagnenstart: Börsenmakler und Buchautor Dirk Müller wirbt leidenschaftlich für die Metropolregion Rhein-Neckar

Vielen ist die zunehmende Regionalisierung suspekt, Metropolregionen gar völlig fremd. An Rhein und Neckar besteht das Problem fehlender Identifizierung eher weniger, blickt man doch mit einigem Humor auf die historischen Besitzungen der Wittelsbacher in der Region. “Die Metropolregion ist nichts Neues, früher nannte man das Kurpfalz”, witzelt der bekannte Börsenmakler und Buchautor Dirk Müller am 4.12.2013 im Ernst-Bloch-Zentrum. Seine Medienpräsenz hat ihm den Beinamen “Mr. Dax” eingebracht.

Aus dem Roten Ochsen für die Metropolregion: Dirk Müller im neuen Imagefilm von ebn24TV

Aus dem Roten Ochsen für die Metropolregion: Dirk Müller im neuen Imagefilm von ebn24TV

Müller ist einer von jenen, denen Heimatverbundenheit noch etwas bedeutet. Er setzt sich mit Verve für die Metropolregion Rhein-Neckar ein. So auch in einem aktuellen Imagefilm im Rahmen einer neuen Kampagne für die Metropolregion Rhein-Neckar als Wirtschaftsstandort. Zur Mitwirkung musste der Darmstädter Filmproduzent und Verleger Christian Kirk den Börsenmakler gar nicht lang überreden. Müller und Rhein-Neckar sind ein Paar Schuhe.  Wenn Müller dann über die Region um Heidelberg, Ludwigshafen und Mannheim spricht, ist jedes Wort auch gleich voller Emotion. Man meint, es könne gar nicht anders sein, als hier leben und arbeiten zu müssen.

“Made in Germany” ist und bleibt gefragt

Den an der neuen Imagekampagne mitwirkenden Unternehmern und Politikern spricht Müller wie ein Wirtschaftsseelsorger Mut zu. Keine Angst vor den Produktionskosten, keine Angst vor dem Preiskampf auf den Märkten und dem unerbittlichen Wettbewerb – “Made in Germany” ist und bleibt gefragt, so der klare Tenor, der auch beim Kampagnen-Kick-off im Ludwigshafener Ernst-Bloch-Zentrum wieder den Nerv  der knapp 100 Unternehmer trifft und selbst abgebrühte Politiker wie Eva Lohse aus Ludwigshafen oder Eckart Würzner aus der Wissenschaftsstadt Heidelberg mitzureißen vermag.

Metropolregion mit Dame: Christian Kirk wirbt mit Ludwigshafen  (Eva Lohse), Heidelberg (Eckart Würzner) Chrsitian Specht (Mannheim) u.a. für Rhein-Neckar.

Metropolregion mit Dame: Christian Kirk (2. v.r.) wirbt den Vertretern der regionalen Wirtschaft und mit den Städten Ludwigshafen (Eva Lohse), Heidelberg (Eckart Würzner)  und Mannheim (Christian Specht) für die Metropolregion Rhein-Neckar.

Sicherlich ist es von Vorteil, wenn der Lokalpatriotismus auch noch über einen realökonomischen Hintergrund verfügt. Die Dichte zwischen Wissenschaft und Wirtschaft könnte in der Tat kaum größer sein, der Innovationsfaktor kaum ausgeprägter. Und auch das Zusammenspiel zwischen den kommunalen Kräften funktioniert hier beispielhaft ungeachtet vorhandener Partikularinteressen. So haben die drei Oberzentren eigene Verkehrsgesellschaften zu Gunsten eines gemeinsamen ÖPNV-Verkehrsverbunds aufgegeben und mit Bombardier auch gleich einen Partner für ein innovatives Nachhaltigkeitskonzept gewonnen. Primove, so der Name der neuen Wundertechnik, mit der mittels elektromagnetischer Induktionsfelder Busse im WLAN-Prinzip kabelfrei mit Strom versorgt werden.

Innovation zeigen und um Investoren werben

Müller würde am liebsten gleich die ganze Metropolregion veraktionieren und sich am Paket beteiligen. Doch das funktioniert auch auf den Finanzmärkten nur mit Marketing. Deshalb fordert auch André Domin vom Technologiepark Heidelberg, unter den sinnierenden Blicken Ernst Blochs mehr öffentliches Zeigen von Innovationskraft. Was man kann, das sollte man auch zeigen, so das Votum Domins, dessen Zentrum eine Art Kreativpark für junge aufstrebende und forschungsintenive Unternehmen ist. “Zeigen und Werben, genau das machen wir”, freut sich Christian Kirk, der die Crossmediakampagne für den Standort initiiert hat. Zwei Jahre will der Netzwerker nun für Investoren und Kooperationen zu Gunsten der Metropolregion Rhein-Neckar werben und Menschen und Unternehmen zusammenbringen.

Visitenkartentausch im Ludwigshafener Ernst-Bloch-Zentrum: Freude für jeden Netzwerker.

Visitenkartentausch im Ludwigshafener Ernst-Bloch-Zentrum: Freude für jeden Netzwerker.

Mit Erfolg, wie es scheint, denn die Visitenkarten wechseln an diesem Tag schneller die Taschen als die  Perlen in den frisch gefüllten Sektgläsern aufsteigen. Da hält es auch den vielbeschäftigten Dirk Müller bis zum Schluss der Veranstaltung.

Bernhard Knapstein

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